ChatGPT erobert die Klassenzimmer

ChatGPT erobert die Klassenzimmer – was bedeutet das für unsere direkte Demokratie? An Zürcher Schulen ist ChatGPT längst Alltag geworden.
Eine Recherche @tagesanzeiger zeigt eindrücklich, wie selbstverständlich Schüler:innen KI nutzen: «Drei Viertel der Klasse haben ChatGPT immer geöffnet während des Unterrichts», berichtet Gymnasiast Marc.
Berufsschüler Tim geht noch weiter: «Ich weiss nicht mehr, wann der letzte Tag war, an dem ich ChatGPT nicht genutzt habe.»
Die Technologie verändert das Lernen fundamental. Gymnasiastin Selina bringt es auf den Punkt: «Man kann KI brauchen, ohne komplett davon abhängig zu werden.»
Doch was passiert, wenn diese KI-Generation erwachsen wird und abstimmt? Bereits heute dürfte ChatGPT bei jeder Volksabstimmung hunderttausendfach gefragt werden: «Soll ich JA oder NEIN stimmen?»
Die Meinungsbildung in unserer direkten Demokratie steht vor einem historischen Umbruch. Während Schulen noch um Regeln ringen, nutzen junge Menschen KI bereits als selbstverständlichen Ratgeber für komplexe Entscheidungen.
Diese Entwicklung ist unaufhaltbar. Statt KI einseitig als Bedrohung wahrzunehmen, müssen wir sie heute in unsere demokratischen Prozesse einbetten.
Wir brauchen jetzt eine offene Diskussion über Spielregeln: Wie können KI-Tools die politische Meinungsbildung unterstützen, ohne sie zu manipulieren?
Wie stellen wir sicher, dass vielfältige Perspektiven erhalten bleiben? Die nahe Zukunft unserer direkten Demokratie hängt ab, ob wir diese Herausforderung proaktiv angehen – bevor andere über uns entscheiden.
PS: Um mehr Zeit für Fragen zu «KI und direkte Demokratie: What’s next?» zu haben, Tools zu testen, mit Fachpersonen zu sprechen und mit Prototyping in der Praxis an Antworten zu tüfteln, plane ich für August eine selbstorganisierte, autodidaktische Weiterbildung. Wer Lust hat, die Lernreise mit mir zu machen, kann sich gerne melden!
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Dieser Beitrag erschien zuerst am 1. Juli 2025 auf X.


